Ashton Kutcher engagiert sich gegen Kindesmissbrauch und Menschenhandel.

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Schauspieler Ashton Kutcher ist Mitgründer und Vorsitzender der Organisation "Thorn", die sich für den Schutz von Kindern engagiert.

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In einer flammenden Rede forderte Ashton Kutcher am Mittwoch vor dem US-Senat, mehr gegen Kindesmissbrauch zu unternehmen.

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Ashton Kutcher

Ashton Kutcher – Flammende Rede gegen Kindesmissbrauch

von teleschau - der mediendienst in Stars

Schauspieler Ashton Kutcher hat am Mittwoch vor dem US-Senat eine emotionale Rede über den Kampf gegen moderne Sklaverei gehalten. Der 39-Jährige widmet sich seit 2010 der Eindämmung von Kinderhandel und Kindesmissbrauch. Er ist Mitgründer und Vorsitzender der Organisation "Thorn", die sich für den Schutz von Kindern engagiert.

Sichtlich aufgewühlt und wütend berichtete der Vater zweier Kinder und Ehemann von Mila Kunis nun von den schrecklichen Dingen, die er bei diversen Razzien zu Gesicht bekam: "Ich habe dort Dinge gesehen, die nie eine andere Person jemals sehen sollte", sagte er unter Tränen. "Ich habe Videos von einem Kind gesehen, das genauso alt wie meines ist und von einem Amerikaner vergewaltigt wurde, der als Sex-Tourist nach Kambodscha gekommen ist."

Kutcher nahm auch Stellung dazu, dass viele Kritiker ihm vorwerfen, sein Engagement sei nur Eigenwerbung: "Wenn ich über Politik spreche, sagen die Internet-Trolle, ich solle doch lieber bei meinem eigentlichen Job bleiben. Ich möchte gerne über meinen eigentlichen Job reden. Denn ich bin der Mitgründer und Vorsitzende von Thorn. Wir programmieren eine Software, die im Kampf gegen Handel und sexuelle Ausbeutung von Kindern hilft. Mein zweiter Job ist es, dass ich selbst der Vater von zwei Kindern bin", so Kutcher.

Das Schlimmste für ihn sei aber, dass sowohl die Software als auch die Behörden in der Vergangenheit daran gescheitert seien, viele Kinder zu retten. Und das, obwohl Videomaterial vom Missbrauch im "Darknet" verbreitet wurde. Der Grund dafür seien fehlende Kapazitäten bei den Behörden, die bei Kutchers Organisation um Hilfe baten. "Wir waren die letzte Hoffnung. Ein Schauspieler und seine Organisation waren die letzte Hoffnung", klagt Kutcher. Er wolle mit seinem Auftritt die Senatoren dazu auffordern, mehr gegen Menschenhandel und Kindesmissbrauch zu unternehmen. Auch warb er um Unterstützung und Geld für "Thorn".

Zum Glück gebe es bereits Fortschritte. Inzwischen seien die Behörden in der Lage, Menschenhändler schneller aufzuspüren. Die Ermittlungszeit sei dank der Software "Spotlight" gar um 60 Prozent gesunken.