Sibel Kekilli gibt zu, dass sie ihre Kommissarin Sarah Brandt im Kieler "Tatort" gerne anders entwickelt haben wollte, aber nicht gegen die Macher ankam. Konsequenterweise stieg sie aus, ihr letzte Fall lief im Juni 2017. Nun spielt die 37-Jährige in der ZDFneo-Serie "Bruder - Schwarze Macht".

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Die Kommissare Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) ermittelten im Juni 2017 zum letzten Mal gemeinsam. Sibel Kekilli stieg auch deshalb aus, weil sie mit ihrer Rolle nicht zufrieden war.

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Sibel (Sibel Kekilli) kämpft in ihrer neuen Serie "Bruder - Schwarze Macht" (ab Sonntag, 29. Oktober, 21.45 Uhr, ZDFneo) als Hamburger Polizistin mit türkischem Migrationshintergrund um ihren Bruder, der zum radikalen Islam konvertiert.

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Sibel Kekilli wurde 1980 in Heilbronn geboren, wo sie auch aufwuchs und die Schule mit der Mittleren Reife abschloss. Sie hat eine Zwillingsschwester und zwei jüngere Brüder. Ihre Eltern sind Einwanderer aus der Türkei, der Vater Arbeiter, die Mutter Putzfrau.

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Sibel Kekilli

Sibel Kekilli – „Ich wusste das, sagte das, aber kam nicht dagegen an“

von teleschau - der mediendienst in Stars

Vom "Tatort" zum nächsten Krimi: In der neuen Thrillerserie "Bruder - Schwarze Macht" (ab Sonntag, 29. Oktober, 21.45 Uhr, ZDFneo) spielt Sibel Kekilli eine Hamburger Polizistin, deren kleiner Bruder sich zum radikalen Islam hingezogen fühlt. Die Idee der dreistündigen Mini-Serie, einen Radikalisierungsprozess aus der Innen-Perspektive einer Familie zu zeigen, habe sie vom Projekt überzeugt, erklärt die Schauspielerin im Interview mit der Agentur teleschau. Dabei sagte "Game of Thrones"-Star Kekilli, als sie vor sieben Jahren die Rolle der Kommissarin Sarah Brandt im Kieler "Tatort" übernahm, dass sie nicht mehr so gerne Rollen spielen will, "wo ich die Quotentürkin bin". Für "Bruder - Schwarze Macht" trifft das auch nicht zu, da Kekilli hier eine fast schon überangepasste Frau mit Migrationshintergrund spielt, die mit einem "klassischen" Deutschen (Bjarne Mädel) verheiratet ist und ihre "alte" Kultur eher kritisch betrachtet. Dennoch stellt sich die Frage, warum Kekilli die prominente "Tatort"-Rolle freiwillig aufgab. Dazu äußerte sich die zweifache Gewinnerin des "Deutschen Filmpreises" ("Gegen die Wand", "Die Fremde") nun noch einmal im Interview - und übte dabei Kritik an Autoren und Regisseuren des Kieler Krimis. "Es gab immer wieder unrealistische Brüche, denen sich die Figur Sarah Brandt unterwerfen musste. Einfach, weil das den Autoren oder auch manchen Regisseuren so in dem Kram passte. Mal war sie von der taffen Sorte, dann wurde sie wieder zum Mädchen. Der Charakter war einfach nicht plausibel geführt. Ich wusste das, sagte das, aber kam nicht dagegen an. Also stieg ich auch unter anderem deshalb aus."