Eine Heimkonsole zum Mitnehmen und Unterwegs-Spielen: Nach nicht mal einem Jahr steht die Switch kurz davor, ihren Vorgänger WiiU bei den Verkaufszahlen abzuhängen.

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Konnte sich trotz vierjähriger Abverkaufsphase mit nur knapp über 13 Millionen verkauften Geräten nicht durchsetzen: die WiiU. Schuld war unter anderem der dürftig kommunizierte und Software-seitig nur sparsam unterstrichene Zusatznutzen des massigen "Gamepads".

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Erfolg der Switch basiert laut Nintendo auf Scheitern der WiiU

von teleschau - der mediendienst in Games

Nintendos Hybrid-Hardware Switch geht es nach wie vor glänzend: Ein starkes "Zelda" zum Start des Systems, anhaltende Drittanbieter-Unterstützung wie durch Bethesda ("Doom", "Skyrim", "Wolfenstein") und das beste "Super Mario"-Spiel seit Jahren sorgen für unverändert starke Verkäufe. Ebenfalls verantwortlich für fast acht Millionen installierte Geräte sind das Konzept des Systems sowie seine unmissverständliche Bewerbung: In einem Interview mit CNN berichtet Nintendos US-Geschäftsführer Reggie Fils-Aimé, dass das Scheitern der Vorgänger-Konsole "WiiU" für den heutigen Erfolg mitverantwortlich sei. Aus den dort begangenen Fehlern habe man gelernt.

"Anders als bei WiiU haben wir bei der Switch hart daran gearbeitet, das Konzept glasklar zu kommunizieren. Es handelt sich um ein Heim-System, mit dem man aber auch überall sonst spielen kann - das ist unmissverständlich." Außerdem habe man gelernt, dass ein stetiger Software-Nachschub wichtig sei. Um den gewährleisten zu können, brauche man die Unterstützung anderer Studios. "Ob es sich dabei nun um große Firmen wie Electronic Arts oder kleine Independent-Entwickler handelt - wir benötigen diese Content-Unterstützung. Und die haben wir jetzt für die Switch", so Fils-Aimé.

Resultat des Switch-Booms: Um die Nachfrage zu befriedigen, hat Nintendo seine Produktions-Kapazitäten für das kommende Jahr abermals erhöht - und zwar auf 25 bis 30 Millionen Einheiten.