"Black is the New Red" lautet die Kampagne von Schauspielerin Claudia Eisinger.

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Berlinale-Direktor Dieter Kosslick soll den Hut nehmen, fordern manche. Claudia Eisinger will nur, dass er den Roten Teppich schwarz färbt.

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Kevin Spacey (links) auf dem Roten Teppich der Berlinale vor sieben Jahren. Als Zeichen gegen Missbrauch soll der Teppich laut Eisingers Petition nun schwarz gefärbt werden.

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Ungewöhnliche Serie, sperrige Rolle: Claudia Eisinger spielt in der ZDF-Serie "Zarah - Wilde Jahre" eine Emanzipationskämpferin des Jahres 1973.

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Auch heute gäbe es noch viel zu tun in Sachen Gleichberechtigung, sagt Claudia Eisinger. In ihrer Rolle als Zarah muss sie ein paar Jahre und Rechte früher ansetzen - in der machistisch geprägten, bundesrepublikanischen Gesellschaft des Jahres 1973.

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Claudia Eisinger spielt die stellvertretende Chefredakteurin der Hamburger Illustrierten "Relevant". Die sechsteilige ZDF-Serie "Zarah - Wilde Jahre" erzählt von den gesellschaftlichen Umbrüchen jener Jahre.

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Szene aus der ZDF-Serie "Zarah - Wilde Jahre": Die Titelheldin (Claudia Eisinger) diskutiert mit ihrem Verleger Olsen (Uwe Preuss).

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Claudia Eisinger

Claudia Eisinger – „Färben Sie den roten Berlinale-Teppich schwarz“

von teleschau - der mediendienst in Stars

"Dieter Kosslick: Färben Sie den roten Berlinale-Teppich schwarz und setzen Sie ein Zeichen gegen sexistische Übergriffe, Diskriminierung und Missbrauch in der Filmbranche." Mit deutlichen Worten rief Schauspielerin Claudia Eisinger den Direktor der Berliner Filmfestspiele in einer Kampagne dazu auf, ein symbolisches Zeichen zu setzen. "Es geht um eine gemeinsame Zukunft. Eine Zukunft ohne #metoo. Es ist unsere Verantwortung, der Welt zu signalisieren, dass sexueller Missbrauch, Übergriffe und Diskriminierung von Frauen nicht länger ungesehen bleiben - und das nicht nur in unserer Branche", schrieb die 33-Jährige in einer Petition auf der Plattform Change.org.

"Wir Mitglieder der Filmbranche sind jetzt aufgefordert, klare Zeichen zu setzen. In Hollywood trugen die Schauspielerinnen schwarz. In Berlin wollen wir einen schwarzen Teppich", forderte die "Tatort"-Darstellerin weiter. Sie äußerte sich auch zur MeToo-Debatte, die sie wahrnimmt "als kathartischen Wirbelsturm, der sich endlich Bahn bricht. Endlich fällt Licht auf ein längst überholtes System und legt die Missstände nicht nur einer Branche, sondern einer ganzen Gesellschaft offen, die so lange stillschweigend hingenommen wurden." Nun müsse man "weiter für die Sichtbarkeit der Bewegung zu sorgen", schreibt die Berlinerin unter dem Slogan "Black is the New Red"

Eisinger, deren Kampagne bis zum Montagnachmittag bereits knapp 1.500 Unterstützer fand, engagiert sich auch künstlerisch schon länger für weibliches Empowerment. Kürzlich spielte sie in der ZDF-Serie "Zarah - Wilde Jahre" eine Emanzipationskämpferin der 70er-Jahre; derzeit arbeitet sie an einer Filmserie namens "Bella", die sich der Thematik der Solidarität zwischen Frauen nähert. Die Berlinale beginnt am Donnerstag, den 15. Februar.