Nicht so erfolgreich wie erhofft, aber noch immer lukrativ genug: Die Loot-Box-Debatte hat "Battlefront 2" nicht maßgeblich geschädigt.

Electronic Arts / Disney

„Star Wars Battlefront 2“: Die Rückkehr der Loot-Boxen ist nah

von teleschau - der mediendienst in Games

Offenbar hat sich der Trubel um das Loot-Box-System in "Star Wars Battlefront 2" nicht so negativ auf die Verkaufszahlen ausgewirkt wie befürchtet: Mit bisher etwa neun Millionen verkauften Exemplaren weltweit liegt der Titel zwar dezent hinter den Erwartungen des Herstellers (zehn Millionen), aber sehen lassen kann sich das Ergebnis trotzdem. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet Electronic Arts mit bis zu drei Millionen weiteren Exemplaren - allerdings würde "Battlefront 2" damit noch immer unter dem Ergebnis des Vorgängers rangieren. Der hatte im gleichen Zeitraum 14 Millionen Verkäufe geschafft.

Der wegen des Loot-Box-Debakels kurzfristig eingebrochene Aktienkurs des Unternehmens hat sich mittlerweile erholt - zuletzt wegen des Gerüchts einer möglichen Übernahme durch Microsoft. Offenbar fühlt sich EA dadurch in seiner Mikro-Transaktions-Taktik bestätigt: Bei einem Gespräch mit Investoren soll CEO Andrew Wilson von einer "fantastischen Beziehung" zu Rechte-Inhaber Disney gesprochen haben. Außerdem hätte er bei der Gelegenheit versichert, dass die Mikro-Transaktionen in "Battlefront 2" während der kommenden Monate zurückkommen werden - sobald man dafür das richtige Modell gefunden habe. Derzeit hätte die für März geplante Überarbeitung des Fortschrittsystems allerdings Priorität.